Danach
Die Oldesloer Handballerinnen wollen in der kommenden Saison endlich an die Spitze der zweiten Liga! Koslowski: "Unser Ziel ist die Bundesliga"
Den ehrgeizigen Aufbruch zu neuen Ufern kündigte Wilfried Koslowski an: "Sieben Jahre zweite Bundesliga sind genug - in der kommenden
Saison werden wir um Platz eins und zwei spielen", sagte der Handball-Manager des VfL 0ldesloe, der vor kurzem sein einjähriges Dienstjubiläum
feierte.
Für den Titelkampf und Bundesliga-Aufstieg fühlt man sich beim VfL nach einer verletzungsreichen Saison, die mit dem enttäuschenden neunten Platz endete, gerüstet: Denn als dritten Neuzugang neben den beiden ehemaligen Juniorinnen-Nationalspielerinnen Dana Kretschmann (von Wandsbek 72) und Roswitha Bein (HT 16) präsentierte Manager Koslowski noch eine weitere, namhafte Rückraumschützin: Anja Kramer vom Erstliga-Vertreter HSG Herrentrup-Blomberg.
Die 25jährige Sportstudentin, die kurz vor ihrem Diplom steht, folgt ihrem Freund nach Norddeutschland und fragte daher auch beim VfL Oldesloe zwecks eines Engagements an. "Ein Glücksfall, den wir uns nicht haben entgehen lassen", frohlockte Koslowski, der die Vertragsverhandlungen mit der Rechtshänderin trotz konkurrierender Angebote vom Buxtehuder SV und HSG Marne/Brunsbüttel zu einem erfolgreichen Abschluß brachte. Die VfL-Sponsoren, so Koslowski, unterstützen die ehrgeizigen Ambitionen, indem sie den Etat nochmals aufstockten.
Quantitativ und qualitativ kräftig aufgestockt präsentiert sich der VfL Oldesloe in seinem achten Zweitliga-Jahr: Da mit Kathrin Behnke nur eine Akteurin den Verein verlassen hat, umfaßt der Kader von Trainerin Zsuzsa Nyari in der kommenden Spielzeit 15 Spielerinnen. Die Probleme im Rückraum sollten angesichts der drei torgefährlichen Neuzugänge der Vergangenheit angehören, zumal Kretschmann und Bein über beträchtliche Qualitäten als Spielmacherinnen verfügen.
Zusätzlich hofft man beim VfL auf die von langer Krankheit genesene Ivonne Grimm, die in der vergangenen Saison kaum zum Einsatz kam. Koslowski: "Wir wollen in den kommenden Monaten endlich in Bad Oldesloe Spitzensport präsentieren."
Lübecker Nachrichten vom 6.6.97
Die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Oldesloe nehmen am kommenden Montag das Training wieder auf
Der Aufstieg in die erste Liga ist das Ziel
Rüsten für einen Höhenflug: Die Handballerinnen des VfL Oldesloe nehmen am kommenden Montag das Training für ihre siebte Saison in der zweiten
Liga auf. Personell erheblich verstärkt will das Team um die sportliche Leiterin Zsuzsa Nyari die vergangene verkorkste Saison vergessen machen. Ziel ist der Aufstieg in die erste Liga..
Nach Wochen der Enthaltsamkeit beginnt für die Stormarner Handballfans langsam wieder das Kribbeln im Bauch - die neue Handballsaison kündigt sich an. Die Zweitliga - Frauen des VfL Oldesloe nehmen am kommenden Montag nach gut vierwöchiger Pause das Training wieder auf.
Da die Hallen während der Sommerferien noch geschlossen sind, steht für die ersten zwei Wochen ausschließlich schweißtreibende Konditionsarbeit auf dem Programm.
Nicht dabei werden zum Trainingsauftakt zwei Spielerinnen aus dem Kader sein. Eike Lange unterzieht sich just am ersten Trainingstag einer längst
fälligen Meniskusoperation, und auch Nicole Hübner hat ihre Kniebeschwerden aus der Schlußphase der vorangegangenen Saison noch nicht vollständig überwunden.
Das Team um die sportliche Leiterin Zsuzsa Nyari geht, ungeachtet dieser beiden Ausfälle, verstärkt in die kommende Spielzeit: Mit Roswitha "Rossi" Bein (zuletzt Hamburger Turnerschaft von 1816), Dana Kretschmann (MTV Wandsbek 72) und der mehrfachen A-Nationalspielerin Anja Kramer (TV Herrentrup) wurden herausragende Handballerinnen für den Rückraum verpflichtet.
Daneben sind alle Leistungsträgerinnen der abgelaufenen Saison dem Team erhalten geblieben. Eine so günstige Konstellation auf dem Personalsektor hat es in den sechs vorangegangenen Jahren in der zweiten Liga nie gegeben. Abgänge gab es durch Katrin Behnke (Buchholz/Nordheide) und Kathrin Flehinghaus, die für ein Jahr an den SC Leezen ausgeliehen wird. Außerdem wird Sonja Bahe ihre Karriere beenden.
Sie steht auch als Trainerin nicht mehr zur Verfügung. Das macht nötig, daß Zsuzsa Nyari Anfang August noch einmal auf die Schulbank muß und die
Prüfung für die B-Lizenz ablegt. Als sportliche Leiterin hat sie ohnehin schon die Verantwortung übernommen, aber der DHB besteht darauf, daß in der Mannschaftsleitung von Bundesligaclubs auch eine Lizenzträger/in vertreten ist.
Manager Wilfried Koslowski läßt an der Zielsetzung für die neue Saison keinen Zweifel: "Wir wollen nach mehreren vergeblichen Anläufen in der Vergangenheit endlich den Wunschtraum der Stormarner Handballfans, den Aufstieg in die erste Liga, erfüllen." Die Chancen haben sich nach seiner Ansicht erhöht, denn mit dem VfL Oldenburg ist einer der vermeintlich stärksten Rivalen nicht mehr im Rennen. Durch den Aufstiegsverzicht des Südmeisters dürfen die Niedersachsen in der ersten Liga bleiben.
Koslowski erwartet an der Spitze der zweiten Liga Nord nun einen Vierkampf zwischen HC Empor Rostock, SV Süd Braunschweig, TSV Nord Harrislee und dem VfL Oldesloe. Eine gute Außenseiterchance räumt der VfL-Manager außerdem dem SV Halle/ Neustadt ein. Die Anhaltinerinnen haben sich ebenfalls durch zahlreiche Neuverpflichtungen erheblich verstärkt. Besonders freuen sich die Oldesloer Handballfans auf die Begegnungen des VfL mit der befreundeten TSG Wismar. Die Mecklenburgerinnen schafften nach zweijähriger Zugehörigkeit in der ersten Liga den Klassenerhalt nicht und befinden sich nach dem Abgang mehrerer Leistungsträgerinnen im Neuaufbau. Bei dem profitieren sie aber von einer starken eigenen A-Jugend.
Weit reisen müssen die Handball-Damen aus Bad Oldesloe in der nächsten Spielzeit nicht nur nach Halle und Magdeburg, sondern auch zum SV Teutonia Riemke (Bochum). Neu dabei sind auch die Aufsteiger VfL Bad Schwartau und MTV VJ Peine. Die Bundeshauptstadt ist mit der SG Berlin nur noch mit einem Team vertreten.
Aus der näheren Umgebung trifft der VfL neben den Schwartauerinnen noch auf den KSV Holstein Kiel. den MTV Wandsbek 72 und die HSG Marne/Brunsbüttel
Stormarner Tageblatt vom 18.7.97
Oldesloe 23:14 gegen Buntekuh
Die Neugier war groß. Trotz sommerlicher Temperaturen fanden sich rund 50 Zuschauer in der Stormarnhalle ein, um beim 23:14 (8:5) der Zweitliga-Frauen des VfL Oldesloe gegen den Oberliga-Aufsteiger SC Buntekuh zuzuschauen. Das erste Trainingsspiel der neuformierten und ambitionierten Teams stimmte beide Seiten optimistisch. Oldesloes Trainerin Zsuzsa Nyari, die mit dem massiv verstärkten VfL-Rückraum den Sprung in die Bundesliga schaffen will, zeigte sich angetan von den ersten "Gehversuchen" des Titelaspiranten. Allerdings hatte sie mit Roswitha Bein, Birthe von Jagow Birgit Walter, Ivonne Grimm Martina Kattner und Jeanette Rochelmeyer gerade sechs Rückraumspielerinnen zur Verfügung. Der Rest des Teams quält sich noch mit Verletzungen, zudem kehrt Neuzugang Dana Kretschmann erst in der kommenden Woche aus dem Urlaub zurück.
Lübecker Nachrichten vom 8.8.97
Handballerinnen im Hitzestreß
Das vermutlich heißeste Wochenende des Jahres nutzten die Handball-Frauen des VfL Oldesloe für ein intensives Trainingslager in der Kreisstadt. Für willkommene Abwechslung sorgte da der Oldesloer Stadtlauf, bei dem die fünf Zweitligaspielerinnen Birgit Walter, Roswitha Bein, Marion Werner, Martina Kattner und Jeanette Marquardt als Prominentenstaffel antraten und Platz zwei hinter einem Ärzte-Quintett belegten. Den Abschluß bildete ein Trainingsspiel gegen den Regionalliga-Vertreter TSV Ellerbek, das der VfL mit 30.22 standesgemäß für sich entschied.
Lübecker Nachrichten vom 12.8.97
VfL Oldesloe "verschlief`' den Finaleinzug
Die Handball-Frauen des VfL Oldesloe werfen sich für die Zweitliga-Saison ein. Beim Turnier in Geesthacht reichte es zwar nicht zu einem Erfolg gegen einen Bundesliga-Vertreter (18:30 gegen den Buxtehuder SV und 8:9 gegen VfL Oldenburg), dennoch zeigte sich Trainerin Zsuzsa Nyari durchweg zufrieden. "Vor allem gegen Oldenburg waren gute Ansätze zu erkennen" sagte sie. Die deutliche Schlappe gegen Buxtehude führten sie auf den Klassenunterschied und die frühe Spielzeit zurück. "Da haben wir noch geschlafen, aber Buxtehude war schon hellwach", zürnte Trainerin Nyari über das verpaßte Finale. Am Ende stimmte sie das 17:13 gegen den polnischen Zweitliga-Klub Sportowy Szczecin versöhnlich, mit dem sich der VfL Platz drei sicherte. In der Vorrunde hatten die Stormarnerinnen den dänischen Drittligisten DHG Odense (18:6) und das gastgebende Bezirksliga-Team vom VfL Geesthacht (18:7) deutlich besiegt.
Morgen steht bereits der nächste Test für die Oldesloerinnen auf dem Programm: Der VfL erwartet in der Stormarnhalle den ungarischen Zweitliga-Vertreter Adonyi SC.
Lübecker Nachrichten vom 19.8.97
Oldesloe betreibt Handball-Werbung
Für eine große Handball-Gala war das Wetter zu sommerlich, die Hallentemperatur zu hoch und das Engagement zu gering. Mit 33:23 (13:12) besiegten die Zweitliga-Frauen des VfL Oldesloe in einem Testspiel den befreundeten ungarischen Drittliga-Vertreter Adonyi SC - vor rund 30 Zuschauern fast ein Oldesloer Pflichtsieg. Denn die durchweg kleiner gewachsenen Ungarinnen, die zum Gegenbesuch in Bad Oldesloe weilten, hatten zuvor schon in Ellerbek und Leezen verloren.
"Wir haben gelernt, daß wir uns in der Pause motivieren können", faßte VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari, die viel experimentierte und mehrfach lautstark Kritik übte, ihre Erkenntnisse ironisch zusammen. Erst als sie die VfL-Deckung auf die defensive 6:0 Formation umstellte, konnten die quirligen Gäste ihre Zweikampfstärke nicht mehr ausspielen.
Morgen werden sich die Oldesloerinnen steigern müssen, damit sich ihr Benefizspiel beim TSV Travemünde zu einer gelungenen Werbeaktion für den Frauenhandball entwickelt. Manager Wilfried Koslowski hat angekündigt, daß der VfL Oldesloe seinen Anhang künftig auch aus dem Raum Lübeck und Ostholstein rekrutieren möchte. Das Spiel an der Ostsee ist zugleich ein Test für den Ernstfall: Am 12. September erwartet der Oberliga-Vertreter TSV Travemünde den VfL Oldesloe an gleicher Stelle in der ersten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs (20 Uhr).
Lübecker Nachrichten vom 23.8.97
