23.6.92
Trotz aller Gerüchte in Bad Oldesloe:
Claus Schilk bleibt Trainer der VfL-Damen

Claus Schilk
Der Mann, der mit der Mannschaft des VfL Oldesloe an die Tür der ersten Bundesliga klopfte und damit den bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erreichte, wird sich auch künftig um die Belange des Damenteams in der zweiten Bundesliga kümmern. Claus Schilk: „In letzter Zeit kursieren in Bad Oldesloe Gerüchte, dass ich aufhöre, aber daran ist nichts wahr.“ Und auch Thomas Gloth zieht sich nicht zurück. Selbst wenn er beim VfL Bad Schwartau als neuer Manager der Zweitliga-Herren einsteigen sollte, wird Gloth weiter als freundschaftlicher Berater zur Verfügung stehen.

Claus Schilk bastelt indes an der bevorstehenden Saison, die im September gleich mit dem Heimspiel gegen den TSV Nord-Harrislee in der Stormarnhalle beginnt. Noch allerdings ist der Kader nicht komplett. „Ich suche noch eine starke Rückraumspielerin, sagt der Trainer.

Denn überraschend hat Britta Peterat um die Auflösung ihres Vertrages gebeten. Aus privaten Gründen kehrt die Handballerin, die erst vor einem Jahr nach Bad Oldesloe gekommen war, nach Marne zurück. Ausgeschieden sind beim VfL Oldesloe auch Stefanie Bernecker, Nicole Röhrs und Torhüterin Annette Schümann. Alle anderen Spielerinnen bleiben beim VfL.

Als Neuzugänge stehen bisher nur drei Spielerinnen fest. Alexandra Hoffmann, Ivonne Bosza und Eike Lange. „Der Kader ist noch zu klein“, sagt Trainer Schilk.Auch wenn die Damen zur Zeit in den hochverdienten Ferien sind, auf die faule Haut legen können sie sich noch lange nicht. Trainer Schilk und Berater Gloth haben individuelle Trainingspläne für jede einzelne Spielerin ausgearbeitet. Schummeln ist kaum möglich. Das erste Training nach den Ferien wird zeigen, wer bereit war, für sich allein zu trainieren. Denn das Ziel in der nächsten Saison wird wieder die Teilnahme der Bundesliga-Aufstiegsrunde sein.
Ahrensburger Zeitung

30.6.92
Melanie Bernecker hat gekündigtMelli Bernecker

Schock für die Handball-Damen des VfL Oldesloe. Melanie Bernecker, 21-jährige Rückraumspielerin des Stormarner Zweitligisten, hört auf. Damit wird der Spielerkader immer kleiner. Bei bislang drei Neuzugängen ist der Kader aufzehn Spielerinnen zusammengeschrumpft. Trainer Claus Schilk muss jetzt nach weiteren Verstärkungen suchen.

„Es ist bedauerlich, dass Melanie Bernecker aufhört. Ich habe absolut kein Verständnis für diesen Schritt“, so Schilk. Da die Handballerin noch für ein Jahr einen Vertrag hat, wird es vom VfL Oldesloe keine Freigabe für einen anderen Klub geben.
Ahrensburger Zeitung




3.7.92


Noch ist einiges in der Schwebe
Einige Veränderungen bei den VFL – Handballdamen zu erwarten
 

Jeanette Hildebrandt
Die Saison war lange, anstrengend, unglaublich erfolgreich und am Ende wegen eines fehlenden Happyends auch ein ganz klein wenig enttäuschend. Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe, von der hier die Rede ist, befindet sich noch mitten in der Sommerpause.

Was aber nicht heißen soll, dass seither und bis dahin sich nichts getan hat. Die Spielerinnen haben individuelle Trainingsprogramme mit in den Urlaub bekommen, um nicht ganz einzurosten. Schließlich soll es Anfang August wieder „volle Pulle“ losgehen, denn bis zum Saisonstart am 12.September ist es dann nur noch eine kurze Zeitspanne.

Aber auch hinter den Kulissen tut sich beim VfL einiges. Die Mannschaft wird ihr Gesicht nicht unwesentlich verändern. Verlassen werden den Verein definitiv Steffi Bernecker und Nicole Röhrs, die beide zum SC Rönnau wechseln. Verlassen werden den Verein trotz unterschriebener Verträge Melanie Bernecker und Britta Peterat.

Ihr wird Claus Schilk keine Steine in den Weg legen. Das sieht er bei Melanie Bernecker anders. Jens BrodersenDer früheren Jugend-Nationalspielerin, die um den Höhenflug des VfL in den vergangenen Jahren große Verdienste hatte (ebenso wie ihre Schwester), will er die Freigabe für einen anderen Verein auf jeden Fall verweigern. Grund: Mit ihr hatte er nach ihrer Vertragsverlängerung fest gerechnet und fühlt sich nun von ihr verschaukelt.

Weg vom VfL möchte auch Torhüterin Annette Schümann. Sie liebäugelt mit Ligakonkurrent TH Eilbeck. Der VfL und Eilbeck haben sich über Wechselformalitäten noch nicht geeinigt.

Deshalb setzt Claus Schilk auch auf Zeitgewinn. Seine erste Torhüterin Jeanine Hildebrand nämlich hat über ihre Zukunftspläne noch nichts verlauten lassen, wobei ungeregelt erscheint, wie sie Spiel und Training in Oldesloe und Studium in Rostock unter einen Hut bringen will. Sollte auch sie abtrünnig werden, hofft Schilk, Annette Schümann zum Bleiben überreden zu können.

Das aber sind nicht die einzigen Fälle, die noch in der Schwebe sind.Ungewiss ist auch der Verbleib von Ulrike Rüther, bei der die Erwartung (oder eben nicht) privater Pläne und Wünsche die weitere Entwicklung beeinflussen. Und schließlich weiß Schilk nicht, welche weiteren Pläne Birte Stooß hat. Stormarner Tageblatt




10.8.92



Das neue Gesicht in der zweiten Bundesliga

Ist der Höhenflug des VfL Oldesloe nun beendet?

 

Roswitha BeinAlle Spielerinnen wirken fit und handballhungrig. In den Ferien haben sie etwas getan. Doch von den zwölf Spielerinnen, die an das Tor zur 1. Liga anklopften, haben sieben den Verein verlassen.

„Claus Schilk hat oftmals wenig Fingerspitzengefühl gezeigt und seine Kritik war nicht immer einfach zu ertragen“, sagte Jeanine Hildebrand, die allerdings nicht aus Frust aufgehört hat. Hinzugekommen ist zu den bekannten drei Neulingen Torhüterin Piet Küsel vom Buxtehuder SV.

Die interne Konkurrenz beim VfL ist kleiner geworden, die Nordgruppe der zweiten Bundesliga durch vier Erstliga-Absteiger dagegen stärker.
Ahrensburger Zeitung


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